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Kurzbiographien

derer, die das Feldbergrennen gewinnen konnten, nach dem Alphabet.

Jack Cornelius Ahearn, Australien,

wurde am 8. Oktober 1924 in Sydney geboren.

1954 gewann er nach einem spannenden Rad-an-Rad-Kampf mit Maurie Quincey, Australien, in der 500cm³-Klasse des Feldbergrennens. Nach der Zieldurchfahrt wurde er aus der folgenden Rechtskurve getragen und landete in einer großen Regenpfütze, die sich nach tagelangen Regenfällen hinter dem Fußballtor des Sportplatzes Oberreifenberg gebildet hatte. Völlig durchnässt nahm er seinen Pokal entgegen.

1964 wurde Jack Ahearn hinter Mike Hailwood Vizeweltmeister in derselben Klasse. Er gewann in diesem Jahr den Großen Preis von Finnland auf einer Manx-Norton.

Ahearn kam erst im Alter von 29 Jahren nach Europa, fuhr seinen ersten Grand Prix zu einem Zeitpunkt, in dem andere Fahrer ihre Karriere bereits beenden. Die Australier zogen in Europa von Rennen zu Rennen, kaum eine Rennstrecke, die sie ausließen. Und überall erfolgreich. Bei seinem Sieg in Imatra war Jack Ahearn fast 40 Jahre alt. Lange Zeit war er der erfolgreichste Australier in der 500er-Motorradklasse. Erst 1987 wurde er von Wayne Gardner überboten, der damals Weltmeister wurde.

Dieses Jahr, am 10. April 2017, starb Jack Ahearn in Lismore/Australien im Alter von 93 Jahren, 63 Jahre nach seinem Triumpf auf dem Feldbergring.

Don Cox erzählt: "Wenn ich Jack im Abstand einiger Jahre traf, war die Regenpfütze wieder größer geworden, mit der Zeit wurde sie zum Teich, dann zum See." Schön, solche Geschichten!

C.H.Walter Andreae

aus Frankfurt am Main

gewann als Privatfahrer 1925 und 1926 auf Bugatti/37 bzw. 37A/2000cm³ seine Sportwagenklasse auf der 8km langen Bergstrecke zwischen Hoher Mark und dem Sandplacken. Er war nicht nur bei Bergrennen erfolgreich, sondern auch bei Rundstreckenrennen. Beispielsweise war er 1927 beim Eröffnungsrennen auf dem Nürburgring dabei und gewann die Sportwagenklasse bis 1500cm³ mit dem Bugatti T37.

Andreae beendete seine Laufbahn 1928. Er kam Anfang der 30er Jahre bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Franz Baader

stammte aus Mannheim.

Er gewann 1926 am Feldberg/Ts. mit seinem Bugatti 35C die Sportwagenklasse bis 2000cm³. Auch beim Großen Preis auf dem Nürburgring 1927 gewann er diese Klasse, wurde aber wegen Nachtankens auf der Strecke disqualifiziert.

Toni Babl,

geboren am 4.12.1906 in Miesbach,

war in den 30er Jahren als Seitenwagen-Bergspezialist bekannt. Er gewann zwischen 1927 und 1935 unter anderem die Bergrennen am Kesselberg (1931 auf Victoria KR600), von Ratisbona, Thiersee, am Gaisberg, den Freiburger Bergrekord (4X), das Feldberg-Bergrennen im Taunus (1935) auf Douglas-Eigenbau/600 vor Hans Kahrmann/Franz Höller auf DKW.

1932 wurden Babl/Nöckl auf Victoria/600 Deutsche Bergmeister. Der Titel wurde teuer erkauft. Am 11. September 1932 brach bei einem Rennen in Leitmeritz die Vorderachse. Es kam zu einem schweren Sturz. Beifahrer Toni Nöckl starb an seinen schweren inneren Verletzungen. Der Punktvorsprung reichte aus, um den Titel in der 1000ccm-Klasse zu gewinnen. Toni Nöckl/Rottach/Miesbach war ein Akrobat im Seitenwagen und hatte großen Anteil an den eingefahrenen Siegen.

1934 wurde Babl ein zweites Mal Deutsche Bergmeister auf einer Douglas/1000. Durch Umbau der Seitenwagen und Anbringen von Haltegriffen sorgte Babl für mehr Sicherheit der Beifahrer.

1936 bot ihm DKW einen Werksvertrag an. Er gewann mit Beifahrer Julius Beer das Solitude-Rennen bei Stuttgart und den Großen Preis der Schweiz in Basel.

Beim Eifelring-Training am 14.6.1936 ereilte Toni Babl das Rennfahrerschicksal. Er überschlug sich mit seinem Douglas-Gespann mehrmals, und erlitt innere Verletzungen. Er starb nach wenigen Tagen in der Uni-Klinik Bonn. Am Ende der Saison wollte er seine Karriere beenden.

In seiner Laufbahn fuhr er 35 bedeutende Rennen und gewann 31mal. Nicht selten trat er dabei als Doppelstarter in den Klassen bis 600 und bis 1000ccm an.

Hans Baltisberger

verunglückte am 26. August 1956 beim GP von Brünn tödlich.

Es ist über 50 Jahre her, dass es im Taunus die Feldbergrennen gab. Sie wurden von 1950 bis 1954 international und als Läufe zur Deutschen Motorrad-Meisterschaft (1951-1954) ausgetragen. 1951 kam Hans Baltisberger (* 10.9.1922) mit zwei Maschinen nach Oberreifenberg, der 350er AJS(73) und der 500er Norton(28). Die Werke DKW und BMW hatten die Hotels unseres Dorfes angemietet, die Fahrer ohne Werksvertrag wurden privat einquartiert. Und so wohnte Hans Baltisberger, sein Freund und Rennmechaniker Albert Kleindienst und einige andere Rennfahrer während der Rennwoche vom 17. bis 20. Mai 1951 bei uns im Salzgrund.

Ich war 13 Jahre alt und empfänglich für alles Neue. Und so glaube ich, dass mich damals Hans Baltisberger zu einem Anhänger des Jazz und des Swing machte, denn er konnte gut Klavier spielen. Für mich waren das ganz neue Töne und Rhythmen, die er da mitbrachte.

Der Tag des Rennens: Die 350cm³-Maschinen standen am Start. Natürlich waren wir Salzgrundbewohner mittlerweile alle zu Baltisberger-Fans geworden. Als sich die Startfahne senkte, drückten wir ihm die Daumen. Doch dann geschah das: Aus den Lautsprechern tönte es: "Der Start ist erfolgt, alle Fahrer sind in Richtung Oberreifenberg verschwunden, nur einer steht noch, Hans Baltisberger." Riesige Enttäuschung bei uns. Roland Schnell, Kläger, Knees führten das Feld an, als es bei uns am Salzgrund vorbeikam. Doch was war mit der Nummer 73, Hans Baltisberger? - Er ging mit riesigem Rückstand in das Salzgrund-"S". - Aber bereits in der 6. Runde kam er an 5. Stelle liegend an uns vorüber, in der 12. Runde war er bereits Dritter und - gewann das Rennen noch nach 13 Runden auf der 12,5 km langen Strecke vor Roland Schnell, mit dem er sich dann auch die Meisterschaftsführung teilte.

Deutscher Meister wurde Baltisberger trotzdem nicht, weil er beim letzten Meisterschaftslauf auf der Solitude - Rennstrecke bei Stuttgart wenige Meter vor dem Ziel unverschuldet eine Kollision mit Rudi Knees hatte und Roland Schnell passieren lassen musste.

Aber Baltisberger kam dann aber 1955 und posthum 1956 auf der NSU - Sportmax doch noch zu zwei deutschen Titeln. Der tödlich verunglückte Baltisberger führte vor dem letzten DM-Lauf auf der Avus mit 16 Punkten vor Horst Kassner (11). Dieser wäre bei einem Sieg auf 17 Meisterschaftspunkte gekommen und hätte den Titel gewonnen. Im Rennen lieferte ihm jedoch der von Albert Kleindienst unterstützte Roland Heck (NSU) einen so heftigen Widerstand, dass beide mit Defekten ausfielen. Somit blieb es dabei: Hans Baltisberger (16) vor Horst Kassner (11), Roland Heck und Kurth Knopf (je 8) und Helmut Hallmeier (7 Punkte). Horst Kassner gewann in den folgenden Jahren vier DM-Titel.

Aber an jenem 20. Mai 1951 war er der Held des Tages. Das Feldbergrennen galt damals als schwerstes Rennen in Deutschland und wurde oft mit der TT auf der Isle of Man verglichen, weil in jeder Runde, je nach Definition, 55 bis 65 Kurven zu bewältigen waren. Privatfahrer, die auf dieser Rennstrecke positiv auffielen, hatten im Jahr darauf meist einen Werksvertrag in der Tasche, so erhielt auch Hans Baltisberger von BMW einen Vertrag.

Hier seine internationalen Erfolge: 1954 war er WM-Fünfter bei den 250ern und Sechster in der 125er-Klasse. Er belegte bei der TT/125cm³ den 3. Platz und wurde beim Ulster-GP/250cm³ Zweiter hinter Werner Haas und vor H. P. Müller und auch hier 3. Platz bei den 125ern. 1955 gelang ihm ein zweiter Platz beim Preis der Nationen/250cm³ in Monza hinter Carlo Ubbiali, alle diese internationalen Erfolge auf NSU.

Hier zusammengefasst seine wichtigsten Siege:

1951 Donauring Norton/500cm³

1951 Feldbergring AJS/350cm³
1952 Dieburg AJS/350cm³
1952 St. Wendel AJS/350cm³
1952 Nürburgring AJS/350cm³
1955 Dieburg NSU/250cm³
1955 Mulhouse/Fra. NSU/250cm³
1955 Eilenriede NSU/250cm³
1955 Nürburgring NSU/250cm³
1955 Solitude NSU/250cm³
1956 Sachsenring NSU/250cm³
1956 Florette/Belgien NSU/250cm³
1956 Zandvoort/Holl. NSU/250cm³
1956 Zandvoort/Holl. NSU/350cm³
1956 Tubbergen/Holl. NSU/250cm³
1956 Tubbergen/Holl. NSU/350cm

Bei WM-Läufen belegte er zwischen 1952 und 1956 2X Rang sechs,

4X Rang vier, 3X Rang drei und 2X Rang zwei. Ein 6. Platz auf
Norton/500, alle anderen Platzierungen auf NSU/250cm³.

Edgar Barth

Was sucht der Name des dreimaligen Europa - Bergmeisters auf einer Seite des Feldbergrennens, werden Sie sich fragen?

Aber Edgar Barth stand 1952 mit einer BMW am Haus Brenner am Start der 500er-Klasse. Zu dieser Zeit lebte er noch in Herold/DDR. Meister des Sports wurde er dort 1956. Seine Rennfahrerlaufbahn hatte er bereits 1934 begonnen.

Erfolgreich war er aber erst, als er auf Sportwagen und Formel - Rennwagen umstieg. Edgar Barth gewann 1957 auf Porsche den GP von Deutschland für Formel 2 - Rennwagen. 1959 war er erstmals Europa-Bergmeister und Sieger der Targa Florio. Sein stärkstes Jahr hatte er 1963, als er von sieben Läufen zur EB-Meisterschaft sechs gewann. Ein weiterer EM-Titel folgte 1964.

Edgar Barth, *1917 in Herold/Erzgebirge, starb 1965 in Ludwigshafen im Alter von nur 48 Jahren an Krebs.

Toni Bauhofer,

geboren am 25.1.1892 in München,

hat vor seiner Rennfahrerlaufbahn bereits den Ersten Weltkrieg als Jagdflieger überlebt.

Er kam 1934 mit einer 1000cm³-DKW zum Feldbergrennen in den Taunus, konnte sich aber nicht unter den Ersten platzieren. Schlimm traf es ihn ein Jahr später. Er verunglückte bei Trainingsfahrten und brach sich den Oberschenkel. Dieser Sturz zwischen Hohe Mark und Sandplacken bedeutete für ihn leider das Ende einer sehr erfolgreichen Karriere mit fast 250 Siegen auf zwei Rädern und auch einigen auf dem Monoposto-F1, den er für DKW von 1931 bis 1934 zusätzlich zu seinem Motorrad-Engagement fuhr. Er siegte auf allen deutschen Rennstrecken, nur am Feldberg nicht, 1934 wurde er hier Dritter in der Seitenwagenklasse bis 1000cm³ auf DKW.

Vier Deutsche Meisterschaften gewann Toni Bauhofer: 1924 die erstmals ausgetragene DM auf Megola/ 1000cm³, einer Konstruktion des genialen Fritz Cockerell. Bauhofer konnte mit dieser Maschine die gesamte BMW-Mannschaft auf die Plätze verweisen. 1928 wurde er Deutscher Meister auf BMW/ 1000cm³, 1930 und 1932 auf DKW/500cm³. Werksverträge hatte er von 1925 bis 1929 bei BMW und von 1929 bis 1935 bei DKW in Zschopau.

Er leitete nach Karriereende bis zum Zweiten Weltkrieg die Renn-Abteilung bei DKW und baute sich ab 1937 in München eine Motorradvertretung mit angegliederter Werkstatt auf.

Toni Bauhofer starb am 10.1.1968 in München. Mehr über Fritz Cockerell und Megola auf www.cockerell.de

Walter Bäumer

wurde 1908 in Bünde geboren

und starb nach einem Autounfall 1941 zwischen Herford und Bünde.

Er fuhr ab 1928 für NSU Motorradrennen, wechselte dann aber nach einem Unfall zu den Fahrzeugen mit den vier Rädern und war auf einem Austin sofort erfolgreich. Prompt erhielt er einen Werksvertrag und fuhr den in Austin-Lizenz gebauten BMW-Wartburg, genannt ´Dixi`, von Sieg zu Sieg. 1936 gewann er mit diesem Fahrzeug das Feldbergrennen in der Rennwagenklasse bis 1100 cm³. Zwei Siege am Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen 1936 und 1937 sind auch erwähnenswert. Insgesamt erzielte Bäumer 93 erste Plätze, wie Jörg Militzer recherchieren konnte.

1938 erhielt er von Mercedes eine Chance und hatte vier Einsätze bei GP-Rennen. Aber der Kriegsbeginn vereitelte eine weitere GP-Karriere. Das letzte GP-Rennen vor dem Zweiten Weltkrieg fand am 3.9.1939 statt. Danach kam es aber doch noch zu einem Höhepunkt in seiner Laufbahn. Er gewann an der Seite von Huschke von Hanstein die Mille Miglia in Brescia auf einem BMW 328. Von Hanstein wurde von den Nazis meistens als alleiniger Sieger genannt, weil er Mitglied der SS war. Walter Bäumer hatte jedoch den größeren Beitrag zum Sieg geleistet, denn er steuerte den BMW in den letzten drei Runden zum Sieg.

Seinen frühen Tod 1941, er war erst 32 Jahre alt, empfindet man umso tragischer, wenn man weiß, dass er seine Begleiterin während der Fahrt küssen wollte, bei der Aktion die Gewalt über sein Auto verlor, aus dem Wagen geschleudert wurde und mit dem Nacken auf einer Holzkante aufschlug. Er war sofort tot.

Günter Beer,

Frankfurt/Main/Adler,

belegte 1954 den sechsten Platz in der 250er-Klasse des Feldbergrennens, das damals international sehr stark besetzt war. Dennoch ahnte niemand, dass hier ein fünffacher Deutschen Meister der Jahre 1962 bis 1966 seinen ersten größeren Erfolg feierte.

1958 war Günter Beer mit seiner Adler WM-Neunter der 250er-Klasse mit zwei vierten Plätzen bei den Grand Prix von Schweden/Hedemora und Italien/Monza. Beer war punktgleich mit dem Siebten. In den Jahren 1957 bis 1966 belegte er elfmal die Plätze 4, 5 und 6 bei WM-Läufen.

1964 gelang ihm neben den drei unten genannten Siegen noch ein zweiter Platz auf dem Nürburgring hinter dem dreifachen Weltmeister Luigi Taveri/Schweiz/Honda.

Günter Beer wurde am 21.11.1926 in Frankfurt/Main geboren, er starb am 17.02.2012 nach einem Schlaganfall.

Hier sind seine wichtigsten Siege:

1957 Zandvoort/Holl. 250cm³/Adler

1959 Zandvoort/Holl. 250cm³/Adler
1960 Chimay/Belg. 250cm³/MZ
1960 Mettet/Belg. 250cm³/Adler
1960 Tubbergen/Holl. 250cm³/Adler
1961 Tubbergen/Holl. 250cm³/Adler
1962 Beveren-Waas/Belg. 250cm³/Adler
1962 Schauinsland 250cm³/Honda
1963 Schauinsland 250cm³/Honda
1963 Tubbergen/Holl. 250cm³/Honda
1964 Avus/Berlin 250cm³/Honda
1964 Mettet/Belg. 250cm³/Honda
1964 Schauinsland 250cm³/Honda
1965 Schauinsland 250cm³/Honda
1965 Tubergen/Holl. 250cm³/Adler
1966 Avus/Berlin 350cm³/Honda
1966 Schauinsland 250cm³/Honda

Herbert Berg

aus Altena

gehört zu dem Kreis derer, die zwei Feldbergrennen gewinnen konnten. Er siegte 1935 auf Mercedes in der Sportwagenklasse bis 2Ltr. und 1936 mit einem Alfa-Romeo bei den Sportwagen mit Kompressor ebenfalls bis 2Ltr.. Im gleichen Jahr gewann er auch ein Bergrennen am Hohensyberg bei Dortmund.

Mehr konnte ich über ihn leider nicht erfahren. Wer mehr über den Rennfahrer Herbert Berg aus Altena berichten kann, der schreibe mir bitte eine E-Mail.

Die E-Mail kam tatsächlich, von Jörg Militzer. Er schrieb Folgendes:

Herbert Berg wurde am 9. Juli 1910 in Altena geboren und verstarb am 20.10.1938 in Düsseldorf an den Folgen eines Unfalls, bei dem er auf der Straße so unglücklich stürzte, dass er mit dem Hinterkopf auf den Bordstein aufschlug und kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus einer schweren Gehirnerschütterung erlag. In einem zeitgenössischen Artikel soll berichtet worden sein, dass er sich erst seit 1935 dem Rennsport gewidmet hatte, zunächst mit einem Maserati - Sportwagen, dann Mercedes Benz und Alfa Romeo. Das letzte Rennen fuhr er Anfang Oktober 1938 mit einem 1,5-Ltr.-Maserati-Rennwagen auf der Brooklandsbahn in England. Spezialist war er in Bergrennen.

Seine Beerdigung fand am 23.10.1938 in Altena statt.

Hans Birk

aus Düsseldorf/Mannheim,

fuhr ab 1924 mit dem Rabag-Bugatti 1,5 Ltr., dessen Mitkonstrukteur er war, zahlreiche Siege ein, darunter auch die Gesamtsiege am Feldberg im Taunus am 5.10.1924 und zuvor im Juli an der Bergstraße (Oberbeerbach). Ein Jahr später gewann er erneut am Feldberg in seiner 1,5 Ltr.-Klasse. 1925 und 1927 siegte Hans Birk in dieser Klasse auf der Solitude-Rennstrecke.

Karl Bodmer

wurde am 3.11.1911 in Ebingen auf der Schwäbischen Alb geboren.

Zunächst Radsportler, wandte er sich aber bald dem Motorrad zu. 1930 kaufte er sich eine Victoria/500cm³ und gewann sofort. Erster Start, erster Sieg auf der Solitude-Rennstrecke. Er wurde bei Victoria angestellt und gewann für diese Marke 1931 den Titel des Deutschen Bergmeisters. Zwei weitere Deutsche Bergmeisterschaften folgten 1937 auf DKW/500 und 1947 auf NSU/350cm³. Von seinen unzähligen Erfolgen möchte ich nur die wichtigsten nennen. Dazu zählen seine beiden Siege beim GP von Deutschland 1937 auf DKW/250 und 1938 auf NSU/350. 1931 und 1937 gewann er das Schauinsland-Bergrennen.

Von 1934 bis 1937 war Bodmer DKW-Werksfahrer, ab dann fuhr er für NSU. Hinter Heiner Fleischmann belegte er beim Feldbergrennen 1936 den 2. Platz in der Klasse bis 500 cm³ auf DKW. Das Hamburger Stadtparkrennen konnte er 1938 auf NSU/350 gewinnen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1944 im Russlandfeldzug eingesetzt und wurde 1945 kurz vor Kriegsende noch verwundet. Trotzdem war Karl Bodmer auch noch in den 40er-Jahren auf einer 500er NSU erfolgreich. Er widmete sich aber zunehmend dem Aufbau seines Motorradgeschäftes, man konnte alle deutschen Marken bei ihm erwerben, Anfang der 50er Jahren auch Kleinwagen.

Karl Bodmer starb am 7.11.1955 leider sehr früh, er wurde nur 44 Jahren alt.

Hermann Böhm - Karl Fuchs

waren 1952 am Feldberg auf ihrer neuen Norton Zweite hinter Noll - Cron (BMW) und am Saison - Ende DM-Zweite hinter Schorsch Eberlein - Ernst Sauer (BMW). Dies war zugleich der Abschluss ihrer Karriere. Karl Fuchs war vor und nach dem Krieg der Mann im Beiwagen von Hermann Böhm. Nur einmal wurde Fuchs durch Bleiplatten ersetzt und zwar bei Böhms Weltrekordfahrt für Seitenwagengespanne über 1km mit 248km/h. Insgesamt errangen sie als NSU - Werksfahrer drei Deutsche Straßenmeisterschaften: 1947 (vor Pillenstein-Krug), 1948 und 1950 über 600- bzw. 500cm³ und zudem 1947 in der 1000cm³-Klasse den Titel eines "Deutschen Bergmeisters" vor den punktgleichen Seppenhauser-Höller/BMW. 1949 reichte es durch mehrere Ausfälle ´nur` zur deutschen Vizemeisterschaft hinter Klankermeier-Wolz.

Karl Fuchs war 1948 auch an dem DM-Titel von Sepp Müller (1200cm³- Klasse) beteiligt, als er einige Male für Karl Rührschneck einsprang.

Schon vor dem Krieg hatte Hermann Böhm seine ersten großen Erfolge. 1934 wurde er im Boot von Hans Schumann/NSU/600 Europameister und 1933/34/35/ Deutscher Straßenmeister. Dann siegte er, selbst am Lenker, 1935 beim Schleizer - Dreiecksrennen und 1937 in Schotten auf einer NSU/600. Der Sieg brachte ihm den 2. Platz in der Meisterschaft hinter dem tödlich verunglückten Karl Braun.

Der 1916 in Nürnberg geborene Hermann Böhm starb auch dort am 22.2.1983 im Alter von 66 Jahren. Er war einer der wenigen Motorsportler, dem das Silberne Lorbeerblatt verliehen wurde. In Nürnberg-Dutzendteich wurde eine Straße nach ihm benannt, die Hermann-Böhm-Straße.

Wolfgang Brand,

geboren am 1.6.1932 in Hannover,

war einer der Pechvögel am Feldbergring, denn er ist gleich zweimal an zweiter Stelle liegend ausgeschieden. 1953 lag er auf der NSU-Renn-Fox nach der dritten Runde hinter Werner Haas und vor Walter Reichert, kam aber dann nicht mehr vorbei. 1954 kam er in der 8. Runde mit seiner NSU-Sport-Max auf Platz 2 liegend am Salzgrund vorbei, fehlte jedoch in Runde 9. Ob er von der Strecke abkam oder ob die Maschine streikte, weiß heute niemand mehr. Sollte er dies hier einmal lesen, bitte ich ihn um Aufklärung.

Wolfgang Brand wurde 1950 Lizenzfahrer. 1953 bekamen er und Walter Reichert von NSU Werksverträge. Leider zog sich NSU im Folgejahr vom Rennsport zurück. Brand gehörte zu jenen, die sich eine Sport-Max erwarben und damit auch Erfolge erzielten.

Er wurde 1955 beim deutschen WM-Lauf auf dem Nürburgring Zweiter hinter H. P. Müller. Das brachte ihn auf den 9. WM-Platz. Auf dem Sachsenring wurde Brand ebenfalls Zweiter hinter Hallmeier und vor Baltisberger, alle auf NSU-Sport-Max. Er kam in der DM-Wertung auf den dritten Platz. Zwei weitere schöne Erfolge erzielte er 1955 in den Niederlanden. Er siegte in Tubbergen (hier hatte er bereits 1954 gewonnen) und in Zandvoort vor Stein und Kläger, bzw. Kläger und Stein (Sieg in der Schweiz vor Beer auf Adler), alle auf NSU/250cm³.

Bereits 1953 erreichte Brand schon hinter Werner Haas und Otto Daiker einen dritten Platz in der DM-Wertung der 125er-Klasse auf NSU-Renn-Fox.

Auch heute mit über 80 Jahren ist Wolfgang Brand noch immer motorsportinteressiert.

Georg Braun

wurde am 2.9.1918 in Hechingen geboren.

Seine ersten motorsportlichen Versuche reichen in das Jahr 1939 zurück, wurden aber sofort wieder durch den Krieg beendet. So bezeichnete die Presse den 32 Jahre alten Fahrer 1950 als ´Nachwuchsfahrer`. 1952 belegte Braun auf Moto - Parilla/250cm³ am Feldberg im Taunus den dritten Rang.

Er war als guter Regenfahrer bekannt. Und so kam er auch bei Regen zu seinem größten Erfolg, als er 1954 auf einer NSU- Sportmax beim Großen Preis der Schweiz im Berner Bremgarten hinter NSU - Werksfahrer Rupert Hollaus Zweiter der 250er - Klasse wurde und H.P. Müller, Taveri und Colombo hinter sich ließ. Dieser Erfolg brachte ihm den 6. WM-Platz ein.

Im selben Jahr gewann er auf Horex/250cm³ den G.P. des Saarlandes in St. Wendel vor Pagani It./Moto Guzzi und Heck auf Adler- Eigenbau. Auf dem Nürburgring wurde er auf Horex/500cm³ Zweiter hinter Ray Amm/Austr. auf Norton.

Braun gehörte nach dem Krieg zu denen, die ihre Rennmaschinen in Eigenbau schnell machen konnten. Er fuhr in allen Soloklassen und auf vielen verschiedenen Motorradmarken: DKW-Kompressor, Mondial, Moto-Parilla und 1954 auf der Werks-Horex, mit der er hinter Walter Zeller (BMW) Deutscher Vizemeister wurde.

1955 startete Georg Braun auf der Isle of Man und verunglückte schwer. Nach seiner Genesung ging er nur noch zweimal an den Start. Als der Erfolg ausblieb, entschloss er sich, seine Karriere zu beenden. Er widmete sich fortan seiner Reparaturwerkstatt und seiner Tankstelle in Hechingen. Nach seinem Tod 1995 übernahmen seine beiden Söhne dieses Erbe.

Karl Braun - Erwin Badsching

Karl Braun fuhren 1934 und 1935 drei Siege am Feldberg heraus, zwei auf Horex und einen auf Tornax mit Horex-Motor. Hinzu kommt noch ein zweiter Platz 1936 auf DKW hinter dem schweizer Ehepaar Staerkle. 1934 konnten sie hinter Toni Babl Deutsche Berg-Vizemeister werden.

Auch auf anderen deutschen Rennstrecken waren Karl Braun und Beifahrer Erwin Badsching erfolgreich. So konnten sie sich zwischen 1933 und 1937 auf folgenden Rennstrecken mit je zwei Siege in die Annalen einschreiben: Schauinsland bei Freiburg, Schleizer Dreieck, Solitude bei Stuttgart und auf dem Hockenheimring. Je einen Sieg feierten sie auf der Eilenriede bei Hannover, dem Marienberger Dreieck in Sachsen, dem Nürburgring und bei Rund um Schotten.

Braun - Badsching wurden 1935 auf Horex erstmals Deutsche Seitenwagen-Straßenmeister in der 1000cm³-Klasse vor Schumann-Böhm (NSU) und Ehrlenbruch (Imperia) und ex aequo Paul Weyres-A.Plum/ Aachen/ Harley-Davidson, dann folgten zwei weitere Titel 1936, jetzt aber als DKW-Werksfahrer, in der 600cm³-Klasse vor Bock-Vogt/Norton und Schumann-Höller/NSU und 1937, ebenfalls auf DKW/600.

Durch den Sieg beim Grand Prix der Schweiz in Bremgarten bei Bern wurde das Duo 1937 auch noch Europameister.

Dann aber... Karl Braun verunglückte beim Schleizer Dreieckrennen am 22.8.1937 tödlich. Erwin Badschnig blieb unverletzt. Das 600cm³-DKW- Seitenwagengespann war aus einer Kurve herausgetragen worden.

Braun wurde am 28. oder 29. August 1902 in Achern im Nord-Schwarzwald geboren. Er zog nach abgeschlossener Kaufmannslehre nach Karlsruhe.

Am 19.9.1937 wurde auf dem Schottenring der letzte Lauf zur Deutschen Meisterschaft ausgetragen und Hermann Böhm konnte mit einem Sieg zu dem in der Meisterschaft führenden Karl Braun aufschließen. Man vergab den Titel posthum an Braun-Badsching.

Angesichts der vielen tödlichen Seitenwagenunfälle (Toni Babl, Albert Schneider, Hans Schneider, Josef Lohner) der beiden letzten Jahre, wurden für 1938 alle SW-Rennen in Deutschland von der Obersten Motorsportbehörde verboten. Auf manchen Rennstrecken wurde der Rennbetrieb ganz eingestellt: Solitude, Schleiz und auch das Feldbergrennen. Erst nach dem Krieg wurden SW-Rennen wieder erlaubt.

Heinz Brendel

wurde am 16.1.1915 in Frankfurt am Main geboren.

Rennen fuhr er ab 1932 auf Fiat. Er gewann 1935 und 1936 beim Feldbergrennen die Sportwagenklasse bis 1100cm³ohne Kompressor. 1937 bekam er bei Mercedes einen Werksvertrag als Test- und Ersatzfahrer. Er kam aber nie so richtig zum Zug. Nach dem Krieg setzte er seine Karriere fort und wurde 1952 Deutscher Sportwagenmeister auf einem Glöckler-1-Porsche/1100. 1953 beendete er seine Karriere nach einem Unfall.

Heinz Brendel starb am 1.12.1989

(Ich habe für Wikipedia eine Kurzbiographie über Heinz Brendel geschrieben. Wenige Stunden nach Eingabe waren auf der Seite zwei Mercedes-Sportwagen zu sehen. Brendel hat am Steuer eines Mercedes nie eine Zielflagge gesehen. Deutscher Meister wurde er 1952 auf Porsche).

Mehr über Heinz Brendel erfahren Sie bei:
"Frankfurter Sportstätten"-Eintracht Frankfurt Museum/Sportkreis Frankfurt e.V."
unter: Geschichtswerkstatt Gallus, Heinz Brendel

Willi Briem

gewann 1934 mit einem Amilcar das Feldbergrennen und das Dreifaltigkeitsrennen bei Spaichingen in der Sportwagenklasse bis 1100cm³.

1938 belegten Willi Briem/Rudolf Scholz in Spa/Belgien einen dritten Platz in einem 2-Ltr.-BMW-328. Beim Großen Preis von Antwerpen (Anvers) wurde Briem Zweiter hinter Ralf Roese, beide BMW-328. 1939 wurden Briem/Holschuh/BMW-328 bei der Langstreckenfahrt Tobruk-Tripolis als Sieger der 2-Ltr.-Klasse Gesamtzweite und beim ´Litoranea Libica`in Italien Dritte. Im ´Hamburger Stadtpark` und bei ´Rund um Schotten` belegte Willi Riem jeweils den zweiten Platz. Beim Eifelrennen wurde er Dritter und in Le Mans Neunter. In der Deutschen Meisterschaftswertung wurde Briem Dritter hinter Helmut Polensky und Huschke von Hanstein, alle auf BMW-328. 1940 waren Briem-Richter mit einem 5.Platz am Mannschaftssieg von BMW bei der Mille Miglia in Brescia beteiligt.

Nach dem Krieg gewann er in dem interessanten, von Hermann Holbein gebauten HH47, in Nürnberg auf dem Norisring die 2-Ltr.- Klasse und wurde Gesamtzweiter hinter Alex von Falkenhausen (AFM-1-BMW). Briems Fahrzeug basierte auf dem BMW-328.

Adolf Brudes

ist am 15.10.1899 in Kotulin/Oberschlesien geboren.

Er konnte das Feldbergrennen zweimal gewinnen. 1934 siegte er in der Sportwagenklasse bis 800cm³ auf MG und 1936 gewann er in seinem 2,3-Ltr.-Bugatti die Rennwagenklasse bis 3000cm³. Man kann seine Siege nicht alle aufzählen, es sind zu viele. Außer den bereits genannten Marken fuhr er auch NAG, Horch, Wanderer, BMW-328 MM Roadster (1940 2. Platz bei der Mille Miglia und 3. in der Gesamtwertung, Partner war Ralph Roese), nach dem Zweiten Weltkrieg Veritas, Borgward, Lloyd und Goliath.

Auch er fing als Motorradrennfahrer an, fuhr von 1924 bis 1927 für Victoria/Nürnberg. 1924 gewann er das Seitenwagenrennen bis 600cm³ auf der Avus. 1926 siegte er in der Rekordzeit von 165km/h beim Schauinsland-Flachrennen (500cm³), das er später auch auf vier Rädern gewinnen konnte. Bis 1928 war er bei weiteren 42 Motorradrennen erfolgreich. Auch, wenn er sich ab 1928 dem Autorennsport zuwandte, war seine Motorradkarriere keineswegs beendet. Er stand bei Bergrennen manchmal an einem Tag in zwei Motorrad- und zwei Autoklassen am Start und zwar erfolgreich; wer will die Siege zählen?

Für Borgward, Goliath und Lloyd fuhr er zwischen 1950 und 1955 100 Welt- und Klassenrekorde.

1953 wurde er beim 1000km-Rennen auf dem Nürburgring Klassensieger bis 1500cm³.

1957 richtete er sich eine NSU-Vertretung in Bremen ein. Adolf Brudes beendete seine Karriere ab 1968 auf Raten. Mit seinem BMW-328 zeigte er sich auch 1976 noch auf dem Nürburgring. Er starb 5.11.1986 in Bremen im Alter von 87 Jahren. Mehr als 50 Jahre davon war er aktiver Motorsportler.

Ernst Günther Burggaller,

geboren am 21.3.1896 in Tillendorf,

begann seine Karriere, wie viele andere, als Motorradrennfahrer und konnte zwischen 1922 und 1928 24 Siege einfahren, unter anderem 1926 auf einer BMW das 750cm³-SW-Rennen.

Seine Erfolge beim Feldbergrennen erzielte er jedoch auf vier Rädern. Er war 1934 Doppelstarter und wurde in der Sportwagenklasse bis 800cm³ auf Austin Zweiter hinter Adolf Brudes (MG) und siegte anschließend in der Sportwagenklasse bis 1500cm³ auf Bugatti.

Burggaller war Luftwaffen-Major. Am 2.2.1940 berührte seine Maschine bei einer Tiefflugübung bei Immenstadt den Boden und zerbarst. Ernst Günther Burggaller starb bei dem Unglück.

Hellmuth Butenuth

wurde am 19.2.1898 in Dortmund geboren.

Ab 1922 war er bei Hanomag als Versuchs-Ingenieur an der Entwicklung des ersten deutschen Kleinwagens beteiligt, 499cm³ und 10 PS, das Volk nannte das Auto "Kommissbrot". Um die Ausdauer des Fahrzeugs zu beweisen nahm Butenuth an Langstreckenrennen teil und um die Spritzigkeit des Autos zu demonstrieren, fuhr er Bergrennen - und gewann. So 1927 beim Feldbergrennen im Taunus und beim Eröffnungsrennen des Nürburgring (Rennw. bis 750cm³). Butenuth erhielt von Hanomag die Generalvertretung von Berlin und Brandenburg.

Während des Krieges stattete er Ford-LKWs mit Dampfmotoren aus und führte die Entwicklung dieser Motoren nach dem Krieg für die Berliner Dampfmotoren Gesellschaft, die von 1946 bis 1952 bestand, weiter. Der Zweitakt-Dampfmotor lief mit Koks und Steinkohle. 1948 wurde Butenuth dann auch selbst Firmengründer. Seine Firma "Econom" stellte zum Teil mit Mitteln des Marshallplanes preiswerte LKWs mit hoher Zugkraft her. Er musste das Werk aber schon 1954 schließen, weil er mit den Großen der Branche nicht konkurrieren konnte.

Hellmuth Butenuth führte dann ein Ford-Autohaus in Berlin-Spandau. 1978 gehörte er zu den fünf Personen, die in diesem Jahr mit der Ernst-Reuter-Plakette ausgezeichnet wurden. Er starb am 20. Aug. 1990 in Berlin.

Keith Campbell

Der Australier belegte am Feldberg 1954 den 4. Platz auf einer 350er Norton. Er wohnte damals im Salzgrund/Oberreifenberg. Zwischen 1954 und 1956 gewann Keith Campbell in Europa 20 internationale Rennen.

1956 erhielt er von Moto Guzzi einen Werksvertrag und wurde prompt 1957 nach Siegen bei den WM-Läufen in Assen/Holland, Belgien und Ulster/Irland Weltmeister der 350cm³-Klasse. Er heiratete im selben Jahr die Schwester von Geoffrey Dukes Ehefrau Pat Geraldine Reid.

1958 musste er wieder auf Norton umsteigen, weil sich Moto Guzzi und Gilera vom Motorsport zurückzogen. Keith Campbell, der am 2.10.1931 in Melbourne geboren wurde, verunglückte am 13.7.1958 in Cadours/Frankreich tödlich. Seine Maschine war auf einer Ölspur weggerutscht. Ausführlicher bei http://www.eggersdorfer.info/campbell/campbell.htm

Willi/Willy Cleer,

*21.3.1889 in Frankfurt am Main,

gewann 1924 die Gesamtwertung des Ettal-Bergpreises bei Garmisch-Partenkirchen und beim Feldberg-Bergrennen im Taunus die Rennwagenklasse der Privatfahrer, beides in einem Stoewer. Die Stoewer-Werke befanden sich bis 1945 in Stettin. Mit dem Stoewer Typ D 2,6 Ltr. hatte er bereits im Jahr zuvor ein Bergrennen bei Oberbeerbach an der Bergstraße gewonnen.

1926 war Willi Cleer am Großen Feldberg wiederum erfolgreich und siegte in der 12PS-Klasse auf Alfa Romeo-RLSS. Im selben Jahr war er beim ersten Großen Preis von Deutschland, der auf der Avus ausgetragen wurde und nur für Sportwagen ausgeschrieben war, am Start. Er wurde mit dem Alfa Gesamt-Dritter und Zweiter in der 1,5-Ltr.-Klasse-P. Gesamt-Sieger war damals Rudolf Caracciola.

1927 fuhr Willi Cleer einen 1,5-Ltr.-Bugatti, achtzylindrig, mit Kompressor und mit obenliegender Nockenwelle. Mit diesem Fahrzeug startete er bei der Eröffnung des Nürburgrings und wurde als Zweiter seiner Klasse Gesamt-Sechster. Am Neroberg in Wiesbaden holte er sich einen weiteren Klassen-Sieg.

Willi Cleer zog sich am Ende der Saison 1927 vom aktiven Rennsport zurück.

Otto Daiker

wurde am 17.9.1911 in Boll (Hechingen) geboren.

Nach Abschluss einer Mechanikerlehre, begann er Anfang der 30er Jahre Motorradrennen zu fahren. Auf einer englischen Rudge wurde er 1935 Dritter beim Schauinsland-Bergrennen im Breisgau.

1951 erhielten Otto Daiker und Heiner Dietrich Werksverträge von NSU. Bei den Rennen am Großen Feldberg im Taunus fuhren sie den neuen Lambretta-Motorroller. Dietrich wurde Dritter, Daiker Vierter. Bei weiteren Rennen fuhren die beiden jedoch die NSU-Rennfox. Daiker wurde Vizemeister hinter H.P.Müller (DKW), vor Heiner Dietrich. 1952 aber wurde Daiker Deutscher Meister (Sieg auf der Avus) vor H.P.Müller (Mondial/125) und Hubert Luttenberger (NSU). 1953 war Otto Daiker dann Vizemeister hinter Werner Haas und vor Wolfgang Brandt, alle NSU/125cm³. Mit der NSU/250cm³ wurde er DM-Dritter. Mit einem 3. Platz beim GP von Deutschland in Schotten 1953 erreichte den 9. WM-Platz in 125er-Klasse. Nach der Saison beendete Otto Daiker seine Karriere. Er verdiente dann sein Geld bei Aral.

Hier seine Rennsiege:

1938 250cm³ DKW Dreifaltigkeitsrennen Wachenburg

1949 250cm³ DKW Internationales Solitude-Rennen
1951 125cm³ NSU Dieburger Dreiecksrennen, Norisring und das Grenzlandring-Rennen
1952 125cm³ NSU Rund um Schotten und Feldbergrennen
1953 250cm³ NSU Internationales Solitude-Rennen und auf NSU/125 das AVUS-Rennen

Otto Daiker ist bereits am 13.6.1968 im Alter von 57 Jahren in Hechingen gestorben.

Heiner Dietrich

aus Frankfurt am Main

gewann 1948 das Septemberrennen auf dem Norisring in Nürnberg auf Puch/125cm³ und 1951 auf NSU/125cm³ in Hockenheim. Weiter ist ein zweiter 1949/Puch (hinter Döring/DKW) ein dritter Platz 1950/Puch (hinter H.P. Müller/DKW und Kluge/DKW) auf dem Donauring bekannt. Beim Feldbergrennen 1950 fuhr Heiner Dietrich eine Vespa/125cm³ und wurde Fünfter, 1951 einen NSU-Rennroller/125cm³. Dieser interessante Versuch brachte ihm Platz drei hinter Rudi Felgenheier/Privat-DKW und H.P. Müller auf Werks-DKW. In diesem Jahr 1951 wurde der Frankfurter Deutscher Vizemeister in der 125er-Klasse, aber nicht auf dem Renn-Roller, sondern auf einer normalen Werks-NSU. Ab 1952 war Heiner Dietrich nicht mehr aktiv.

Arthur Freddi Dom, NL,

war als Diplomingenieur bei den Standard-Werken in Ludwigsburg tätig, die von Wilhelm Gutbrod (1890-1948) 1926 gegründet wurden. Dom war als Konstrukteur und als Rennfahrer gleichermaßen erfolgreich. So gelang ihm 1927 auf seinen ´Standard`- Werksmaschinen (500- und 1000cm³) ein Doppelsieg beim Feldbergrennen. Zwischen 1926 und 1930 siegte er unzählige Male, darunter waren Erfolge bei der Dutch-TT, in Schotten, Stuttgart/Solitude (2X), beim Schleizer Dreieckrennen (4X), am Klausenpass (2X), beim Marburger Bergrennen (2X), dem Königsbrücker Rundstreckenrennen, beim Marienberger Dreieckrennen und auf der Eilenriede bei Hannover.

Zuvor hatte Dom bereits 1925 die Schweizer Meisterschaft in der 750cm³-Klasse gewonnen und wiederholte diesen Erfolg 1926. Im selben Jahr gewann er auch die Niederländische Meisterschaft auf Scott/1000cm³.

1930 konnte er seine Karriere mit der Deutschen Meisterschaft in der 350-cm³-Klasse krönen. Er durfte sich allerdings nur ein halbes Jahr über diesen Erfolg freuen, denn 1931 legte Konkurrent Arthur Hiller gegen Doms Sieg 1930 in Schotten Protest ein, der zu Gunsten Hillers entschieden wurde.

Arthur Freddi Dom, der am 13.Jan.1903 geboren wurde, starb am 22.Sept.1996.

Conrad Dürr - Heiner Frey

Conrad Dürr wurde 1907 in Ludwigsburg geboren.

Mit seinem Copiloten Heiner Frey belegte er auf Standard-Jap-1000 1934 hinter Braun-Badsching auf Tornax mit 1000cm³-Horex-Motor den zweiten Platz beim Feldbergrennen im Taunus.

Im selben Jahr konnten die beiden in der damals wichtigen Deutschen Bergmeisterschaft hinter Toni Babl (Douglas) und Karl Braun, noch vor Joseph Möritz (Victoria), den dritten Platz belegen. Neben dem Feldbergrennen zählten auch die Platzierungen am Kesselberg und im Schauinsland bei Freiburg zu dieser Meisterschaft. Dürr-Frey müssen also auch dort vordere Plätze belegt haben.

Auf der Internet-Seite www.standard-gutbrod.de findet man die Erfolgsliste des Conrad Dürr auf deutschen Bergrennstrecken (Klausenberg, Ratisbona, Eisrennen Titisee und Gabelbach bei Ilmenau). Schwiegersohn Hans Jürgen Schneider weiß aber auch von Siegen in der Schweiz: Solothurn, Lugano und Basel. Das alles zwischen 1931 und 1934.

Dürr startete auch bei Solo-Rennen auf Moto-Guzzi/250 und Norton/500. Er starb 1999 fast 93-jährig.

Ernst Ebersberger - Hans Strauß,

Feldberg - Sieger 1952, nach ständig wechselnder Führung auf dem relativ schmalen Straßenkurs, vor Hillebrand - Barth, beide BMW/750cm³. Dritte damals Mohr - Müller (MFK), Vierte Sepp Müller-Karl Bauer (BMW).

Hillebrand wurde 1952 dann doch noch Deutscher Meister vor Ernst Ebersberger mit Hans Strauß im Seitenwagen, der später mit Walter Schneider 2x Weltmeister werden konnte. Ernst Ebersberger beendete Ende 1952 seine Karriere und verkaufte seine BMW an Rudi Wegener aus Beierfeld/Erzgebirge.

Zwischen 1949 und 1952 feierten Ebersberger-Strauß auf BMW/750cm³ u.a. Siege: beim Hofer Dreieckrennen (1950/BMW/1200cm³), auf dem Donauring in Ingolstadt (1951), in München-Riem (1951), dem Feldbergrennen in Oberreifenberg/Taunus (1952), beim Großen Preis von Österreich (1952), dem Schleizer Dreieckrennen (1949 und 1952) und am Sachsenring (1952).

Margot von Einsiedel, geborene von Gans,

wurde am 11.7.1899 in Boulogne sur Mer geboren.

Sie war in zweiter Ehe ca. drei Jahre mit Adolkar Haubold Siegfried von Einsiedel verheiratet. Nach der Scheidung behielt sie den Namen ihres Mannes. Sie war später mit Huldreich Heusser liiert, daher auch das "Rennteam" Heusser/von Einsiedel. Heusser fuhr meist in der Rennwagenklasse, sie den Sportwagen. Nach Heussers Rennfahrer-Tod heiratete sie 1929 einen Briten und zog nach Südafrika. Diese und die nächste Ehe hielten nicht sehr lange, aber in 5. Ehe heiratete sie 1947 den Engländer Harold Rydon, dessen Name sie auch annahm. Mit ihm lebte sie als Mrs. Margot Rydon in Tansania.

Und nun ihre motorsportlichen Erfolge: Mit Ernst Udet unternahm sie in den 20er Jahren spektakuläre Flüge, wandte sich aber dann dem Autorennsport zu und war sehr erfolgreich. Zunächst mit dem Chiribiri, den auch ihr Bruder Jozsi fuhr.

1927 erzielte sie ihren größten Coups, als sie das Feldbergrennen in der Sportwagenklasse bis 5000cm³ im Steyr/4500 des Rennteams Heusser/von Einsiedel gewann. Im selben Jahr gehörte sie zu den Erststartern am neuen Nürburgring. Sie wurde Dritte ihrer Klasse. Bei der Targa Florio auf Sizilien konnte sie den 12. Rang belegen. Auch ihr Bruder Jozsi von Gans war Feldberg-Sieger. Er gewann 1924 die Tourenwagenklasse 3 im Chiribiri.

Ende 1927 zog sich Steyr vom Motorsport zurück und das Team Heusser/von Einsiedel kaufte zwei Bugattis: für ihn den 35B, für sie einen T37A.

Heusser und sein Beifahrer Otto Feldmann verunglückten 1928 in Ungarn mit dem Bugatti tödlich. Es ist möglich, dass sich Gräfin Einsiedel (später Rydon) daraufhin vom Motorsport zurückzog. Sie starb 1986 in Dänemark.

Es gab noch eine zweite Bugatti-Fahrerin mit dem Namen ´von Einsiedel`:

Beatrice "Bea/Beatrix" Else Frieda Margarethe von Einsiedel

(* 2.9.1908 in Berlin; gest. Anfang der 90er), auch bekannt als Beatrix Gilka-Bötzow (erste Ehe mit Carl-Albrecht Gilka-Bötzow, einem Großgrundbesitzer). Beide Damen fuhren einen Bugatti T37, wobei Margot ihren Wagen (37A) aus dem Rennstall Huldreich Heussers bekam, "Bea" fuhr einen normalen T37 ohne Kompressor.

Bea startete zunächst mit Austro Daimler, später mit dem Bugatti, bei Bergrennen in Deutschland, der Tschechoslowakei und der Schweiz, nahm aber meines Wissens nicht an den Feldbergrennen teil.

Ich danke Herr Oliver Kuhn aus Duisburg, der mir bei den beiden von Einsiedel-Kurzbiographien behilflich war.

Willi Faust - Karl Remmert

waren 1954 Zweite der Deutschen Meisterschaften hinter Noll - Cron und Dritte am Feldbergring. Ihr großes Erfolgsjahr folgte 1955. Faust - Remmert wurden sowohl Deutsche Meister, als auch Weltmeister vor Noll - Cron und Schneider - Strauß, alle auf BMW. Außerdem gingen drei Grand - Prix - Siege auf ihr Konto. Willi Faust war den anderen Gespannfahrern nicht durch besseres Maschinenmaterial überlegen, sondern wegen seiner Fahrweise. Er verstand es, mit starkem Kurvendrifting seine Konkurrenten abzuhängen. Faust - Remmert gewannen jeweils 1954 und 1955 auf dem Sachsenring und bei ´Rund um Schotten`. Auf der Eilenriede bei Hannover und auf der Solitude bei Stuttgart siegten sie 1955. Ihre wichtigsten Erfolge waren natürlich die Grand Prix-Siege 1955 in Spanien, in Deutschland auf dem Nürburgring und bei der Assen-TT in Holland.

Leider konnten sich Willi Faust und Karl Remmert ihrer Erfolge nicht lange erfreuen. Am 18. April 1956 erprobten sie ihre neue BMW auf dem Hockenheim - Ring. Sie kamen von der Strecke ab und wurden in eine Fahrbahnbegrenzung geschleudert. Karl Remmert, geboren am 20.1.1925, war sofort tot. Willi Faust wurde schwer verletzt und lag sechs Wochen in Koma. Er konnte nie mehr ein Rennen bestreiten und wurde in Fulda Tankstellenbesitzer.

Willi Faust, geboren 1924 in Fulda, starb 1992.

Rudi Felgenheier

wurde am 23.12.1930 in Horchheim am Rhein geboren.

Das erste Rennen, das er mit der Ende 1949 erworbenen Fahrerlizenz bestritt, gewann er bereits. Es war 1950 auf dem Nürburgring die 125er-Saugmotorenklasse, die damals noch von den Kompressormaschinen getrennt gewertet wurde. Weitere Siege 1950 gelangen ihm auf der Solitude - Rennstrecke und in Saarbrücken.

Sein Sieg 1951 auf einer privaten DKW-125cm³ auf dem Feldbergring im Taunus, der damals mit etwa 60 Kurven pro Runde schwersten Rennstrecke Deutschlands, Deutsche TT genannt, bedeutete, Werksvertrag von DKW ab 1952. Hinter drei Werksfahrern von DKW und NSU wurde Rudi Felgenheier ´Bester deutscher Privatfahrer des Jahres 1951`.

1952 gewann er sensationell den Großen Preis von Deutschland auf der Solitude-Rennstrecke bei Stuttgart in der 250er-Klasse mit fast einer Minute Vorsprung vor dem Zweiten des Rennens Hein Thorn-Prikker. Mit diesem Sieg erreichte er den 5. WM-Platz. Es sollte der einzige DKW-WM-Sieg bleiben. Im selben Jahr 1952 siegte Felgenheier auf dem Sachsenring vor Ewald Kluge.

Nach einem schweren Sturz im Training zur Tourist-Trophy auf der Isle Of Man 1953 musste Rudi Felgenheier vorzeitig seine Karriere beenden. Er betrieb dann eine Mechanische Werkstatt in Lahnstein.

Rudi Felgenheier starb am 20.10.2005. Er war in seinen letzten Lebensmonaten blind.

Heiner Fleischmann,

geboren am 02.02.1914 in Amberg,

erhielt 1936 einen Werksvertrag von NSU und wurde in der 350cm³ - Klasse noch im selben Jahr Deutscher Meister und wiederholte diesen Erfolg ein Jahr später. 1938 gelang ihm die Wiederholung nicht, er wurde DM-Vize hinter Walfried Winkler auf DKW. Fleischmann wechselte 1939 zu DKW. Mit zwei Grand - Prix - Siegen auf der 350er wurde er Europameister vor den Velocette - Fahrern Mellors, G.B., Woods, Irl. und DKW-Fahrer Siegfried Wünsche, D.. Beim Ulster-GP wurde er Zweiter hinter Woods und vor Wünsche und auf der Isle of Man, bei der TT in Assen und dem GP in Belgien belegte er jeweils den dritten Platz. Außerdem holte er sich wieder die Deutsche Meisterschaft.

Sein Bruder Toni war bereits Anfang der 30er-Jahre NSU - Werksfahrer, auch er war sehr erfolgreich. So belegte er zum Beispiel 1933 in Hockenheim den zweiten Platz hinter Bernd Rosemeyer/NSU und vor Walfried Winkler/DKW und siegte auf NSU/1000cm³ im selben Jahr im Schwarzwald beim Schauinsland-Bergrennen. Auch Bruder Heiner gewann hier 1936 auf NSU/350cm³.

1947 wurde Heiner Fleischmann auf einer 500er - NSU Deutscher Bergmeister (vor Karl Rührschneck/BMW, Kurt Nitschky/NSU und Bodmer/NSU) und 1950, wie schon 3X vor dem Krieg, Deutscher Meister in der 350cm³ - Klasse: sein fünfter DM-Titel.

Auch am Feldberg feierte er Erfolge. 1935: Zweiter über 350cm³ und Dritter über 500cm³, 1936 konnte er in den genannten Klassen auf NSU einen Doppelsieg landen. 1951 kam er mit der riesigen 500cm³ - NSU auf den dritten Rang beim Feldbergrennen hinter Zeller und Meier, beide BMW.

Er beendete seine Laufbahn im selben Jahr. NSU hatte die Strategie geändert, man wendete sich den leichten Klassen zu und zog die 350- und 500cm³-Motorräder vom Motorsport zurück. Heiner, der 2-Zentner-Mann, auf einer 125er-Maschine? Unvorstellbar.

Hier aber nochmal eine Gesamtübersicht seiner Rennsiege:

1936:
350 cm³ NSU Solitude bei Stuttgart
350 cm³ NSU Hockenheim
350 cm³ NSU Rund um Schotten
350 cm³ NSU Schauinsland-Bergrennen
350 cm³ NSU Feldberg-Bergrennen
500 cm³ NSU Feldberg-Bergrennen

1937:

350 cm³ NSU Eilenriederennen bei Hannover
350 cm³ NSU AVUS-Rennen in Berlin
350 cm³ NSU Solitude
350 cm³ NSU Hockenheim
350 cm³ NSU Rund um Schotten
500 cm³ NSU Rund um Schotten
350 cm³ NSU Schleizer Dreieckrennen
500 cm³ NSU Schleizer Dreieckrennen
350 cm³ NSU Marienberger Dreieckrennen

1938:

350 cm³ NSU Hockenheim

1939:

350 cm³ DKW Eilenriederennen
350 cm³ NSU Eifelrennen Nürburgring-Nordschleife
350 cm³ DKW Großer Preis von Frankreich Reims
350 cm³ DKW Großer Preis von Schweden Saxtorp

1947:

350 cm³ NSU Hockenheim
350 cm³ NSU Eifelrennen Nürburgring-Südschleife

1950:

350 cm³ NSU Eilenriederennen
500 cm³ NSU Eilenriederennen
350 cm³ NSU Norisring
500 cm³ NSU Norisring
350 cm³ NSU Hockenheim
350 cm³ NSU Solitude
500 cm³ NSU Solitude
350 cm³ NSU Rund um Schotten
350 cm³ NSU Dieburger Dreiecksrennen
350 cm³ NSU Sachsenring
500 cm³ NSU Sachsenring
350 cm³ NSU Hamburger Stadtparkrennen
350 cm³ NSU Grenzlandring, Wegbergring
500 cm³ NSU Grenzlandring

Eigentlich hätte ich mir die Mühe mit dieser Statistik sparen können,
Heiner hat halt auf allen wichtigen deutschen
Rennstrecken gewonnen. Nur am Feldberg leider nicht.

Heiner Fleischmann starb in Amberg bereits am 25.12.1963 an Kehlkopfkrebs, er wurde nur 49 Jahre alt.

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Frauen siegen am Feldberg

1927 gewann Anne Wiest in ihrem Hanomag die 500er-Sportwagen-Kategorie.

Vordere Plätze konnten 1927 auch Franzisca Lüning (Fiat), Erna Glöckler (NSU) und Else Bull (Fiat) beim Feldbergrennen belegen.

Anne Wiest und sechs weitere Frauen (Friedel Wessinger, Lore Keller-Stößer, Cilly Staerkle, Liliane Röhrs, Ines Folville und Margot von Einsiedel) standen in den 20er Jahren in den Sieger-Listen der Feldbergrennen.

Aber auch auf anderen Rennstrecken konnten Frauen Erfolge erzielen:

Ada Otto auf Otto gewann 1923 das Ruselbergrennen bei Deggendorf.

Edith Frisch fuhr Opel und Bugatti und gewann 1933 bei der 6. Int. Alpenfahrt einen Gletscher-Pokal.

Jule Kroh 1927 am Nürburgring mit Amilcar und

Ernes Merck, geb. Rogalla von Biberstein, Darmstadt (1898 - 1929) belegte 1922 beim Baden-Badener Automobilturnier den 2. Rang auf Steiger.

Die Pragerin Elisabeth Junek (Eliška Junková-Khásová / 1900-1994), gewann zwischen 1926 und 1928 zahlreiche Rennen, darunter das Klausenpass-Bergrennen und beim Großen Preis von Deutschland 1927 die 3Ltr.-SpW.-Klasse. Nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes auf dem Nürburgring 1928 fuhr sie keine Rennen mehr.

Clärenore Stinnes (1901-1990) gewann zwischen 1924 und 1927 mit ihrem Adler 17 Rennen, bevor sie von 1927 bis 1929 in 25 Monaten von Frankfurt/Main nach Berlin reiste, aber nicht auf dem direkten Weg, sondern erst einmal rund um den Globus durch 23 Länder.

Und war es nicht ohnehin Berta Benz, die bereits 1888 mutig mit ihren Kindern an Bord die 106 km von Mannheim nach Pforzheim und drei Tage später auch wieder zurückfuhr?

In den 30er-Jahren erschien dann aber nur noch die Schweizerin Cilly Staerkle im Seitenwagen ihres Mannes am Start. Die Nazis bereiteten der Emanzipation der Frauen ein jähes Ende. Das Leben der Frauen sollte sich nur noch in Küche und Kinderzimmer abspielen.

Hier ein Artikel von 1936 aus dem Usinger Anzeiger:

Deutsche Frauen
Usinger Anzeiger vom 25.3.1936 im Hochtaunus-Archiv

Ines und Maurice Folville

Ines Folville, geb. Katharina Burkhart, *15.8.1885 in Frankfurt am Main,

belegte mit ihrem Steiger 2,5 Ltr beim Feldbergrennen 1922 hinter Carl Iron in einem Adler den zweiten Platz in der Sportwagenklasse.

Die Firma Steiger wurde 1914 von dem Schweizer Ingenieur Walther Steiger in Burgrieden bei Laupheim gegründet, aber 1926 musste das Unternehmen im Zuge der Wirtschaftskrise Konkurs anmelden.

1926 war Ines Folville erneut Zweite am Feldberg, diesmal in der Rennwagenklasse bis 1100cm³ hinter Hans von Meister, beide am Steuer eines französischen Amilcar. Diese Fahrzeuge wurden von 1921 bis 1939 hergestellt.

Es war ein Amilcar, in dem die berühmte US-Tänzerin und Choreographin Isadora Duncan 1927 starb, als sich ihr roter Schal in den Radspeichen des Sportwagens verfangen hatte und ihr bei der scharfen Anfahrt das Genick brach.

Ines Folville war wohl die erste Berufs-Rennfahrerin, unterhielt aber auch eine "Steiger"-Vertretung in Frankfurt.

Ihr erster Ehemann Maurice Folville/Belgien gewann das Feldbergrennen 1925 in der Klasse der Sportwagen bis 2 Ltr. auf Bignan.

Ines Folville hatte schon 1922 bei einem Berg-Turnier in Bad Nauhein einen Gesamtsieg herausgefahren. Vier 24-Stunden-Rennen hat sie auf europäischen Rennstrecken gewonnen, das letzte 1928 in Holland.

Nach ihrer Scheidung von Folville heiratete sie Hans Keil, behielt jedoch den klangvolleren Namen Folville weiter im Doppelnamen. Ihren eigentlich schönen Vornamen "Katharina" hatte sie bereits vor Jahren geändert und nannte sich "Ines". Das kann man nur verstehen, wenn man weiß, was die Frankfurter aus dem Namen "Katharina" damals machten und auch heute noch machen: meist in der Jugend "Kätschje" und später dann "Kätha".

Ines Keil-Folville wurde 95 Jahre alt, sie starb am 25.8.1980 in Frankfurt am Main.

Weitere Frauen-Rennerfolge s. auch unter ´Anne Wiest`

Richard Fuchs

Der Privatfahrer aus Ransbach gewann 1925 mit seinem Rabag-Bugatti/1500 Typ-13 das Bergrennen am Feldberg/Ts. in seiner Klasse.

Horst Fügner

wurde am 11.3.1923 geboren.

Der Chemnitzer gewann am Feldberg 1954 die 125cm³ - Klasse auf Ifa. Er war dreimal DDR - Meister auf einer 125er Ifa/MZ.

Mit einem Sieg beim GP von Schweden in Hedemora 1958 und dem zweiten Platz beim WM-Lauf auf dem Nürburgring, gelang es ihm, Vizeweltmeister der 250er-Klasse zu werden. Nur dem Italiener Tarquinio Provini auf MV Agusta musste sich Horst Fügner geschlagen geben. Die meisten Rennen gewann er in der 125er-Klasse, WM-Zweiter aber wurde er mit der 250er-MZ.

In Halle/Saale war er viermal siegreich: 1954, 1955, 1956 und 1958 auf Ifa/MZ/125 (ab 1957 nannte sich die Firma MZ).

Je zweimal war er auf dem Sachsenring (1953/Ifa/125 und 1958/MZ/250) und in Rostock (1954/Ifa/125 und 1956/IFA/125cm³) erfolgreich.
Je einen Sieg feierte Horst Fügner in Stralsund, auf dem Feldbergring im Taunus (1954/Ifa/125), in Schotten (1955/Ifa/125),
dem Nürburgring (1955/Ifa/125), beim Schleizer Dreieckrennen (1955/Ifa/125), in Dessau (1955/Ifa/125),
in Tubbbergen/Holland (1957/MZ/250), in Wismar (1958/MZ/125), in Dresden (1958/MZ/250cm³),
auf dem Salzburgring (1959/MZ/250) und in Bernau/Österreich (1959/MZ/250).

Fügner musste seine Karriere 1959 nach einem Sturz in Spa Francochamps beenden. Er leitete nach seiner Genesung die Rennabteilung von MZ.

Horst Fügner starb am 22.11.2014 im Alter von 91 Jahren

Hermann Gablenz

war schon 1938 Dritter der Europameisterschaft und Deutscher Vizebergmeister auf einer 250er - DKW. Auch zwei Siege am Nürburgring und in Amriswil/Schweiz stehen 1938 zu Buche.

Nach dem Weltkrieg gewann er 1947 die Deutsche Geländemeisterschaft, ebenfalls auf DKW - 250cm³. 1950 wurde Gablenz auf Moto Parilla / 250cm³ Deutscher Straßen - Meister und 1951 Vizemeister, wie schon 1949.

Am Feldberg gewann er 1950 die Saugmotorenklasse mit der Moto-Parilla/250cm³, 1951 schied er mit dieser Maschine an dritter Stelle liegend aus. Mit einer Horex/250cm³ kam er 1952 nicht ins Ziel.

Hier seine wichtigsten Siege (bis einschl. 1949 auffährt Gablenz DKW/250, ab 1950 eine Moto Parilla/250cm³):

Schotten 1938 und 1951, Nürburgring 1938, Hamburger Stadtpark 1947 und 1949, Schauinsland Bergrennen 1949, Hockenheim 1949, Dieburg 1949, Grenzlandring 1949, Norisring 1949, Sachsenring 1950, Eilenriede 1951.

Hermann Gablenz wurde am 27.7.1913 in Weingarten geboren. Er starb am 30.7.2000 in Karlsruhe.

Josef Paul, ´Jozsi` von Gans,

*1897 in Cannes,

gewann auf Chiribiri 1924 die Tourenwagenwertung bis 1500cm³ auf der 8km langen Feldberg - Rennstrecke zwischen Hohe Mark/Oberursel und Sandplacken. Chiribiri klingt zwar lustig, war aber ein ernstzunehmender Automobil-Hersteller in Turin. Das Werk wurde 1910 von Antinio Chiribiri gegründet und musste 1929 schließen. Tazio Nuvolari war Anfang der 20er Jahre erfolgreicher Chiribiri-Werksfahrer. 1926 konnte Jozsi am Feldberg im Chiribiri noch einmal Dritter der Rennwagenklasse bis 1500 cm³ werden.

Von 1927 bis 1938 arbeitete er für die I.G. Farben in Frankfurt, Berlin und Wien. Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland ging er mit seinen beiden Söhnen nach Australien ins Exil, wurde dort aber als ´Deutscher` interniert. Ende 1944 erhielt er die australische Staatsbürgerschaft. Nach dem Krieg kehrte er zunächst nach Frankfurt zurück, leitete später in Düsseldorf ein Büro in der Firma seiner Schwester.

Josef Paul ´Jozsi` von Gans starb am 9.1.1963.

Gotthilf Gehring

wurde am 7.1.1927 vermutlich in Ostelsheim geboren.

Er war mit seiner Moto Guzzi/250cm³ 1952 Zweiter beim Feldbergrennen, hinter Hein Thorn-Prikker/Moto-Guzzi, vor Georg Braun/ Moto Parilla und Wilhelm Hofmann/NSU. beim Großen Preis von Deutschland auf der Solitude bei Stuttgart Fünfter und beim Großen Preis der Schweiz Sechster: WM-Gesamtrang 13.

Gotthilf Gehring verunglückte am 10.5.1953 beim Maipokalrennen in Hockenheim tödlich. Ihm war ein junger Polizist, der eine auf der Strecke liegende Motorradbrille beseitigen wollte, vors Motorrad gelaufen. Auch der Polizist starb.

Arthur Geiss

wurde am 12.3.1903 in Hockenheim geboren.

Er fuhr ab 1923 Motorradrennen auf verschiedenen Marken, jedoch ab 1925 nur noch auf DKW. Auf seiner Erfolgsliste stehen 10 Grand-Prix-Siege. Unter anderem siegte er in Assen/Holland, in Ungarn, in Italien beim Preis der Nationen und 2X beim GP von Deutschland. Er gewann 7X das Schauinsland-Bergrennen. Und nicht zu vergessen, Arthur Geiss war 1925 auf DKW/175 und 1935 auf DKW/250 auch zweimal beim Feldbergrennen erfolgreich. Dass er auf allen anderen bedeutenden deutschen Rennstrecken auch siegte, braucht man nicht einzeln aufzuzählen.

In den Jahren 1926 bis 1935 war er 6X Deutscher Meister, 1X Vize-EM (1927 175cm³), 1X EM-Dritter (1934 250cm³) und 1935 folgte dann der Sieg in der Europameisterschaft der 250er-Klasse. Der Vorkriegs-Europameister-Titel ist mit dem heutigen nicht zu vergleichen, denn damals gab es noch keine Weltmeisterschaften und somit entspricht der damalige Titel dem WM-Titel von heute. Erfolgreiche Weltrekordversuche 1933 auf, wie könnte es anders sein, der 250er-DKW runden die Erfolgsbilanz ab.

Auf dem Weg zu einer Siegerehrung 1936 stürzte er mit seiner Maschine so schwer, dass er 15 Monate im Krankenhaus zubringen musste. Der linke Arm war hinterher nicht mehr voll beweglich. Arthur Geiss musste seine Karriere beenden. Er betreute jetzt den Rennfahrer-Nachwuchs von DKW.

Auch nach 1945 blieb er DKW treu, er betrieb ein Geschäft und eine Reparaturwerkstatt in Zaisersweiher. Arthur Geiss starb 1982.

Seine Enkelin, die Kunstmalerin Rita Sinnl, erinnert an ihn mit den Internetseiten www.arthur geiss.de

Eugen Gerlach

aus Weil im Dorf,

heute ein Ortsteil von Stuttgart, siegte 1927 am Feldberg in der Klasse bis 250cm³ auf Standard. Er gewann 1927/28 auch das Schleizer Dreieckrennen, das Bergrennen am Oberjoch und 1928 beim Eilenriede-Rennen bei Hannover.

Josef ´Sepp` Giggenbach

Startete 1934 auf einer Rudge/500cm³ beim Feldberg-Bergrennen und 17 Jahre später, 1951, beim Feldberg-Rundstreckenrennen. Seine Puch/125cm³ brachte ihn auf den 6. Platz, er war damit drittbester Privatfahrer.

Sepp Giggenbach ist am 1. April 1906 in Trostberg geboren und am 25. Mai 1980 in Mühldorf am Inn gestorben. Ab 1924 startete er bei Sandbahn-, Gras- und Eisbahnrennen, wechselte dann aber zu Berg- und Straßenrennen.

Sein größter Erfolg: 1927 gewann er den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring und wurde Europameister auf seiner Bayerland-Jap/1000cm³. Damals wurde die EM in nur einem Lauf ausgetragen. Für die 510 km lange Strecke brauchte er fast sechs Stunden und hatte am Ende einen Vorsprung von 16 Minuten vor dem Zweiten des Rennen, Werner Huth auf Harley-Davidson. Dritter wurde Heinz Kürten auf Andrees. 1929 gewann Sepp Giggenbach das Schleizer Dreieckrennen auf Bayerland/1000cm³. Bayerland-Motorräder wurden von 1924 bis 1930 in München gebaut. Das Werk musste wegen mangelndem Umsatz während der Weltwirtschaftskrise geschlossen werden. Giggenbach musste die Marke wechseln und wurde 1930 noch einmal Zweiter auf dem Nürburgring auf einer NSU. Er richtete sich im selben Jahr eine Kfz.-Werkstatt ein.

Zwölf Jahre (zw. 1936 und 1948) bestritt er keine Rennen. Dann aber wollte er es noch einmal wissen. Seine Werkstatt war im Krieg zerstört worden, und so arbeitete er in einer Motorradwerkstatt in Würzburg, in der er sich auch seine Puch rennfertig machen konnte. 1952 richtete er sich mit seinem Bruder in Mühldorf/Inn wieder eine eigene Werkstatt ein und beendete seine Rennfahrerlaufbahn 1954 endgültig. Er war dann Sportwart bei der OMK und 16 Jahre lang im Stadtrat von Mühldorf, der Stadt, die eine Straße nach ihm benannte.

Erna, Helm, Otto, Walter, Wilhelm Glöckler

Als Walter Glöckler (*15.12.1908) am 2. Oktober 1950 am Feldberg in einem VW-Eigenbau die Sportwagenklasse bis 1100cm³ gewann, war er schon Deutscher Meister in dieser Kategorie.

Bereits 1927 startete Walter Glöckler beim Eröffnungsrennen auf dem Nürburgring mit einer 250er-NSU und gewann. Er war 19 Jahre alt. 1936 gewann er auf Hanomag/1500 das Feldberg-Bergrennen. 1949 siegte er in einem Hanomag-Eigenbau beim Schauinsland-Bergrennen. Zwischen 1948 und 1954 konstruierten Walter Glöckler und Hermann Ramelow sieben verschiedene Rennsportwagen, meist auf Porsche-Basis. Drei Fahrer wurden in dem Glöckler-Porsche/1100 Deutsche Sportwagenmeister: 1950 Walter Glöckler selbst, 1951 Hermann Kathrein und 1952 Heinz Brendel. Mit einer 1500cm³-Porsche-Eigenkonstruktion gewann Walter Glöckler 1951 das Schauinsland-Bergrennen und wurde Deutscher Sportwagenmeister in dieser Klasse. Walter-Glöckler-Konstruktionen wurden auch in die USA verkauft.

Im September 1951 fuhren Walter Glöckler, Petermax Müller aus Hannover, Huschke von Hanstein, Hermann Ramelow und Richard von Frankenberg mit dem 1500cm³-Glöckler-Porsche einen 72h-Weltrekord.

1953 konstruierten Walter Glöckler und Hermann Ramelow für den Rennfahrer Richard Trenkel einen 1100cm³-Porsche-Roadster, mit dem Trenkel prompt die Deutsche Sportwagenmeisterschaft 1953 gewann.

Auch sein Vetter Helm Glöckler (*13.1.1909), der 1949 und 1952 Deutscher Rennsportmeister/1500cm³ (in einer weiteren verbesserten Walter-Glöckler-Porsche-Konstruktion) und 1955 zusammen mit Wolfgang Seidel auf Glöckler-Porsche-Spyder Mille Miglia-Sieger war, startete auch beim Feldbergrennen, kam aber nicht ins Ziel.

Erna Glöckler gewann 1931 in einem Dixi-BMW die 10000-km-Fahrt durch Europa. Ihr Bruder Helm fuhr als Begleiter mit. Am Feldberg belegte sie 1927 einen 2. Platz in der Klasse bis 1500 cm³ in einem NSU-Tourenwagen.

Sie starb 24-jährig durch einen Unfall im Haushalt.

Walter starb am 4.1.1988 79-jährig und Helm Glöckler 18.12.1993 im Alter von 84 Jahren.

Bereits in den 20er-Jahren konnten zwei weitere Angehörige der Glöckler-Familie bei Motorradrennen Siege erringen: 1921 und 1925 gewann